Blutkörperchen – Fassade

Alles “nur” Fassade?

Der erste Eindruck zählt! 

Bei dieser neugebauten Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz wird schon von außen ersichtlich, um was es im Inneren des Gebäudes geht. Symbolisch dargestellte riesige Blutkörperchen verzieren die Seitenansicht des modernen Bauwerks. Der Entwurf für diese eindrucksvolle Fassadengestaltung stammt von der Arbeitsgemeinschaft Marcel Balsen & Marcel Friedrich Weber und hat bei dem Wettbewerb “Kunst am Bau” den ersten Platz belegt.

ACCENTFORM wurde von Balsen & Weber Gbr beauftragt, das reliefartige Blutkörperchen-Gebilde zu fräsen. Das Gesamtbild wurde nach einem bestimmten Raster in mehr als 40 Segmente unterteilt. Die einzelnen Segmente haben wir aus speziellen Fassaden-Styropor gefräst und an den Kunden ausgeliefert. Die Einzelteile wurden dann vor Ort, direkt am Gebäude zusammengefügt und analog der restlichen Fassade mit Putz überzogen. Das großformatige Blutkörperchen-Relief verschmilzt somit regelrecht mit dem Gebäude.

Fassadenteile für ARUP in London

Der äußere Eindruck zählt

Fassadengestaltung aus GFK

Für die eindrucksvolle, architektonische Außengestaltung eines Londoner Geschäftshauses fertigte ACCENTFORM 11 optisch markante Fassaden-Elemente aus GFK. Die 3D-Sandwichpaneele fungieren nicht nur als spektakuläre Außenelemente des Gebäudes, sondern visuell auch als prägnante Innenfassadendetails.

Im Vorfeld wurde dem Kunden anhand eines »Mini«-Modells zunächst eine 3D-Konturgebung demonstriert. Anschließend ging es in die aufwändige Produktion. Ganz nach dem Motto »Jedes Segment ein Unikat« bewegen sich die größentechnischen Dimensionen der verschiedenen Paneele zwischen ca. 8 m2 / ~300 kg und 40 m2 / ~2000 kg. Da es die kreative Idee war, die 11 unterschiedlich großen Sandwichteile frei in der Luft zu formen, wurde die Fertigungstechnik des »Muldenbaus« angewendet. Die jeweiligen »Mulden«, die den verschiedenen Bau-Segmenten ihre spätere Außenkontur geben sollten, hatten dabei eine maximale Oberfläche von 45 m² pro Paneel.

Zunächst wurde ein druckdichter, der jeweiligen Größe angepasster, Karton gefertigt und dessen Ränder nach einer vorgegebenen Geometrie ausgefräst. In den nach oben offenen Karton wurde eine spezielle Folie gezogen, die somit eine Mulde bildete. Anschließend wurde die Luft im Innenraum des Kartons mittels einer Vakuumpumpe evakuiert, so dass die Folie auf ein exakt vordefiniertes Maß gezogen werden konnte. Nun erfolgte ein Auftrag mit Gelcoat sowie die anschließende Beschichtung mit GFK und den Sandwichteilen. Abschließend entstand so ein dreidimensionales Bauteil mit einer Wandstärke von 200 mm, in dessen Innenstruktur bereits alle Kabelkanäle und Befestigungspunkte integriert waren.

Von der Ideenentwicklung über die Fertigung bis hin zur Anlieferung übernahm ACCENTFORM bei diesem Projekt alle notwendigen Arbeitsprozesse. Eine große Herausforderung bei der gesamten Produktion war es, die durchdringenden Zu- und Abluftrohre in die Paneele zu integrieren sowie die gestalterischen Überlappungen und die Verglasungen zwischen den einzelnen Segmenten zu berücksichtigen. Dabei war es wichtig, alle Anschlüsse sowie statische Aufnahmen an exakt vordefinierten Punkten in die dreidimensional gewölbten Segmente zu installieren. Was dabei heraus gekommen ist, kann sich wirklich sehen lassen – von außen wie von innen!

Betondecke – Städel Museum

Betonschalungskörper  für eine organisch geformte Betondecke

Ein wesentliches architektonisches Markenzeichen des spektakulären Neubaus des Frankfurter Städel-Museums ist ein großer unterirdischer Ausstellungssaal mit einer organisch geformten Decke. Sichtbar für den Besucher ist eine gigantische hügelige Wiese mit 195 kreisrunden Oberlichtern, durch die das Tageslicht hineingeleitet wird. Während der Dunkelheit strahlt die Beleuchtung des Ausstellungssaals durch die Oberlichter nach außen. Für diese architektonisch eindrucksvolle Deckengestaltung hat ACCENTFORM die Betonschalungsträger gefertigt.

Um die Decke des ca. 3.000 m² großen Ausstellungssaals in einer dreidimensional geformten Geometrie zu betonieren, benötigt man Betonschalungsträger, welche die Freiformfläche als Negativ-Formkörper abbilden. Somit produzierte ACCENTFORM 195 Schalungskörper. Die gewaltige Deckenfläche mit den immensen Höhenunterschieden stellte alle Beteiligten vor eine große Herausforderung. Das verantwortliche Bauunternehmen (Fa. ZÜBLIN) entschied daher, die Decke in fünf Abschnitten zu betonieren: vier rechteckige Abschnitte, die je eine Ecke des Ausstellungssaals abdecken sowie ein fünfter Abschnitt, der die mittige Fläche mit seiner markanten Hügelgeometrie einnimmt. Effizient und professionell: Die Aufteilung in diese fünf Betonierabschnitte ermöglichte, dass die Schalungsträger bis zu viermal wiederverwendet werden konnten. Weitere wichtige Kriterien bei der Herstellung der Betonschalungsträger, die aus einer gefrästen Ober- und einer standardisierten Unterkonstruktion bestehen, waren vor allem: günstigste Quadratmeterpreise, hohe Formgenauigkeit sowie glatte und druckfeste Oberflächen.

Zur Produktion der Schalungsträger

Die Unterkonstruktion besteht aus einer 2 cm dicken Dreischicht-Schalungsplatte, die mit je 10 Schalungsträgern (Typ VT20) verstärkt wird. Auf diese wurden anschließend CNC bearbeitete PS-Hartschaumblöcke (STYROPOR) aufgeklebt. Die Verwendung von PS-Hartschaum gewährleistet nicht nur Preisvorteile gegenüber anderen Materialien, sondern garantiert durch eine hohe Druckfestigkeit (200 KPa) auch einen sichtbaren Erfolg bei der Deckengestaltung. Zudem erwies sich der Einsatz eines Roboters (KUKA KR 150) bei der CNC-Fräsung der dreidimensionalen Oberfläche als äußerst wirtschaftlich.

Um eine gute Sichtbetonqualität zu gewährleisten und gleichzeitig eine hohe Druckfestigkeit der Oberfläche zu garantieren, musste der PS-Hartschaum professionell versiegelt werden. Hierzu wurde ein ca. 5 mm starkes GFK-Laminat aufgetragen, das anschließend egalisiert und mittels eines Topcoat-Auftrag versiegelt wurde. Diese Technik gewährleistet eine reproduzierbare glatte Oberfläche für alle nachfolgenden Schalungsölbehandlungen.

Alles aus einer Hand

Zeitnah, umfassend und leistungsstark: ACCENTFORM bietet seinen Auftraggebern durchdachten und zuverlässigen Rund-Um-Service aus einer Hand. Innerhalb von 3 Monaten wurden ca. 700 m³ STYROPOR und ca. 12.000 kg GFK verarbeitet. Trotzdem wog ein Betonschalungsträger, einschließlich Holz-Unterkonstruktion, nur 300–400 kg. Da aufgrund der Bauteilgröße ein Straßentransport nur als teurer Sondertransport möglich gewesen wäre, entschieden wir uns für eine Binnenschifflieferung. Mit einer Schiffsladung konnten auf diesem Weg bis zu 48 Segmente direkt an die Baustelle des am Main befindlichen Städel-Museums transportiert werden – effektiv, schnell und preiswert. 

Fotograf:
Norbert Miguletz

www.miguletz.de

Treppe – Städel Museum

Beton in Form – Mit Schalungskörpern von ACCENTFORM

Bereits bei dem unterirdischen Teil des Ausbaus des Frankfurter Städel Museums baute ACCENTFORM im Jahr 2010 für die BBS Schalungsbau GmbH die Sonderformen für Deckenschalungen. Der Neubau des Städel- Museums besticht durch eine organisch geformte Deckengeometrie über eine Fläche von 2.000 m².

Bei der Schalung für die große Treppe, dem zentralen Zugang zu den neu geschaffenen unterirdischen Ausstellungsflächen, setzte die BBS Schalungsbau GmbH die enge Zusammenarbeit mit der ACCENTFORM GmbH fort.

Die organischen Wölbungen im Deckenbereich erinnern an die harmonischen Linienführungen von modernen Yachten. Die Treppenunterseite besticht durch den fließenden Übergang von einer Hohlform in eine ballige Formgebung. Alle Teile wurden in PS-Hartschaum vorgefräst und mit GFK ummantelt.

Canopy Dach

canopy-dachFormschönes, elegantes Dach, organisch geformt ohne Ecken und Kanten. Dieses  Dach findet Verwendung bei einer großen FAST FOOD – Kette im Bereich des   Drive-In. Dort werden Kunden vor Witterungseinflüssen bei der Vorbestellung geschützt. Die Dächer werden im Handlaminatverfahren hergestellt. Canopy-Dach wird in einer zweischalige Ausführung hergestellt und durch eine innenseitige, nicht sichtbare Spantenkonstruktion stabilisiert. Dadurch sind geringe Bauteildicken, Wandstärken realisiert worden.

Dach verfügt unterseits über eine Beleuchtung. Die Außenfläche wird im Sichtgelcoat RAL 9010) ausgeführt. Die Leichtigkeit des Bauteiles (ca. 40 kg) ermöglicht eine filigrane und leichte Tragkonstruktion.

 

 

 

 

Kugelturm in Weinheim

kugelturm-weinheim

Das Miramar in Weinheim ist unter Kennern aufregender Wasserrutschen eine feste Größe. Online finden sich zahlreiche Videos, Test- und Erlebnisberichte, die enthusiastisch den Weinheimer Rutschreigen dokumentieren. Über allen Rutschen thront der von ACCENTFORM angefertigte Kugelturm und musste hier also nicht nur den hohen Ansprüchen kleiner und großer Rutschenthusiasten entsprechen, sondern auch nach außen optische Impulse setzen und höchsten Anforderungen von Sicherheit und Stabilität genügen.

Gefertigt wurde die GFK-Kuppel aus 16 Segmenten und besitzt damit einen Durchmesser von insgesamt sieben Metern. Die Montage wurde vor Ort von ACCENTFORM-Mitarbeitern durchgeführt.

 

 

 

Kugelhaus-Kunstwerk

Für die EMSCHERKUNST 2013 erschuf der Berliner Künstler Reiner Maria Matysik das Kunstwerk „Fluss wird Wolke“ an der Mündung der Emscher in den Rhein. Das Kunstwerk besteht aus einer Wolkenmaschine sowie einem aus Kugeln geformten Bauwerk. Der Clou des Kunstwerkes ist, dass seifenblasenähnliche Bauwerk als begehbare Kunst- Installation genutzt wird.

Hier, wo heute noch die Emscher einige Meter tief in den Rhein stürzt, lässt der Künstler nun mittels einer Wolkenmaschine die Emscher in die Luft steigen. In einer Wohnarchitektur die mit ihren Sphären gleichsam wie eine Wolke wirkt, kann der Besucher alles über diese luftigen Gebilde erfahren – und zum Übernachten gleich hier bleiben. Der Künstler hat in seiner Wolkenarchitektur eine Übernachtungsmöglichkeit für zwei Personen in einem luftigen Hochbett geschaffen.

Folgende Ansprüche wurde an das Kunstwerk gestellt und von ACCENTFORM erfüllt.

Die kugelförmigen Einhausungen wurden mit einem Durchmesser von 4,0 m und 2,50 m geplant. Mit diesen Kugelgrößen konnte eine wirtschaftliche Fertigung realisiert werden, da ACCENTFORM Produktionsformen für diese Kugelabmessungen verfügt. Jede Kugelblase wurde als ein eigenes Gebilde erstellt, nur an den Nahtstellen zwischen den Kugeln gibt es Trennlinien. Von den 4m Kugeln wurden drei große Gebilde erstellt.

Vorteilhaft war die nahtlose Erstellung der einzelnen Kugeln, da sich keine Abbildungen von Segmentteilungen an der Oberfläche abzeichneten.

Nachteilig waren die großen Einzelteil- Abmessungen von bis zu 4 Metern. Dadurch musste das vormontierte Kugelhaus mit einem Sondertransporter zur Mündung der Emscher in den Rhein gebracht werden. Sowohl die Bauaufsicht als auch die Statik der Konstruktion forderte, dass die Kugeln einer definierten Auflast standhalten muss. Unter Auflast werden die Belastungen von Regen, Schnee, Wind oder Personen verstanden. ACENTFORM führte hierzu einen Selbsttest durch, indem sich mehrere Mitarbeiter auf das Gebilde stellten, wodurch eine Auflast von 800kg nachgewiesen wurde.

Die Leistungsfähigkeit des Werkstoffes GFK zeigt sich besonders durch Verhältnis der Kugelgröße von 4 Metern zu der Wandstärke von lediglich 5 mm.

Von außen sind die Kugeln mit einer wasserbasierten Fassadenfarbe bestrichen worden. Innen wurde das Kugelhaus mittels eines Topcoat-Auftrag versiegelt. Diese Technik gewährleistet eine reproduzierbare glatte Oberfläche für alle nachfolgenden Schalungsölbehandlungen.

Vimeo

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Weitere Beschreibungen:

  • Korrosionsbeständig
  • Geringes Gewicht
  • kostengünstig
  • Kunstwerk, Kunst
  • Hohe Festigkeit
  • Verrottungsfrei
  • Wartungsfrei
  • Chemisch beständig
  • Antimagnetisch
  • Freiformfläche
  • Kugelhaus

Betonschalung Parapluie

Leicht und filigran

betonschalung-parapluie-a6-beEine Haltestellenüberdachung aus ultrahochfestem Beton

Der Parapluie ist eine architektonisch anspruchsvolle, hoch innovative Betonschalenstruktur, die für die Serienproduktion von Haltestellendächern entworfen wurde. Die Realisierung dieser filigranen, nur 25mm-starken Struktur aus ultrahochfestem Beton von DUCON mit mehrschichtiger Micromatten-Armierung gelang mittels eines hochpräzisen Formbaus von ACCENTFORM.

Für die Ingenieursleistung erhielten die beteiligten Autoren im Rahmen des 2013 IASS Symposiums den Tsuboi Award 2013 für ihr herausragendes Skript: Philipp Eisenbach (Bollinger + Grohmann), Ragunath Vasudevan (schneider+schumacher), Manfred Grohmann, Klaus Bollinger und  Stephan Hauser (DUCON).

 

Über einen parametrischen Formfindungsprozess wurde ein System entwickelt, das die Lasten der Schale über Membraneffekte überträgt. Das Ergebnis der intensiven Forschung, Entwicklung und Testung ist eine Betonschale, die mit einer Randdicke von weniger als 25 mm ebenso leicht wie belastbar ist.

Erst die herausragende Ingenieursleistung der beteiligten Büros im Zusammenspiel mit der Umsetzung durch Experten wie ACCENTFORM konnten ein derartiges Projekt ermöglichen.
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ACCENTFORMs Weg zur perfekten Form – in vier Schritten

1. Nachdem für die Herstellung von wirtschaftlichen Betonschalungsträgern äußerst stabile und kostengünstige Formen erforderlich sind, wird zunächst eine stabile Holzunterkonstruktion (aus Leimbindern) mit einer Deckplatte angefertigt. Diese Unterkonstruktion ermöglicht eine reproduzierbare Spanauflage beim nachfolgenden Fräsen und führt beim eigentlichen Betonieren zu einem gleichmäßigen und sicheren Lastabtrag.

2. Anschließend werden auf die Holzunterkonstruktion großvolumige STYROPOR-Blöcke aufgeklebt. Die kostengünstigen STYROPOR-Blöcke füllen den Zwischenraum bis zur eigentlichen funktionalen Oberfläche.

3. Der STYROPOR-Aufbau wird mit Untermaß vorgefräst und anschließend mit einer Bepastung oder einem PU-Hartcoating beschichtet. Auf diese Weise entsteht eine harte Oberfläche, die eine hohe Druckfestigkeit gewährleistet.

4. Für die Einhaltung der exakten Oberflächengeometrie muss die Beschichtung ein zweites Mal gefräst werden. Die dabei entstandene Oberfläche wird manuell fein geschliffen und abschließend lackiert. Durch eine zusätzliche Politur können auch hochglänzende Oberflächen erreicht werden.

Neue Dimensionen

Die Verbindung von ACCENTFORMs Präzision im Formbau mit den Gestaltungs- und Ingenieurleistungen der beteiligten Büros sowie DUCONs Spezialmaterial eröffnet  unzählige weitere Möglichkeiten, durch eine parametrische Formoptimierung ultradünne Betonschalen herzustellen. So lassen sich mithilfe des Hochleistungs- und mikro-verstärkten Betons extrem dünne und gleichermaßen tragfähige Strukturen realisieren, sei es für Möbel, Decken oder Fassaden. Hiervon können gleichermaßen Ingenieure wie Architekten profitieren, wenn sie nach technisch umsetzbarer innovativer Formsprache suchen.

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