Graffiti-Kunst bei ACCENTFORM
Das Sprayhandwerk gehört für uns nicht nur bei der Erstellung außergewöhnlicher Objekte und Skulpturen zum Alltag – seit 2018 lassen wir auch unsere eigenen Fertigungshallen regelmäßig mit Graffiti verschönern. Mittlerweile zieren insgesamt sechs großflächige Graffiti-Gemälde unsere Gebäude im Innen- und Außenbereich. Der Großteil dieser eindrucksvollen Arbeiten stammt von unserem langjährigen Partner und Graffitikünstler Patrik Wolters (BeNeR1). Neuer Anstrich für Halle 3: Raum für den XXL-3D-Druck Der Anlass für unser neuestes Kunstprojekt war ein echter Meilenstein: Die komplette Umstrukturierung und Neuausrichtung unserer Halle 3. Hier schlägt ab sofort das Herzstück unserer additiven Fertigung – unsere XXL-3D-Drucker. Um diesem innovativen Schritt einen gebührenden Rahmen zu verleihen, haben wir drei renommierten Graffiti-Künstlern volle künstlerische Freiheit übertragen. Das Resultat: Zwei fantastische, tiefgründige Kunstwerke an der Außenfassade sowie im Innenbereich der Halle 3. Hier die Hintergrundgeschichte zu diesem Gemeinschaftswerk:
"Mutter der Musen" - 2026
„Die Mutter der Musen“ ist ein Gemeinschaftswerk von BeNeR1 aus Hannover, Mister Copy aus Paris und Dekor One aus Südafrika. Alle drei sind Mitglieder der Envious Crew. Die Buchstaben NVS – die verkürzte Form des Crew-Namens – tauchen deshalb an verschiedenen Stellen im Bild auf.
Erinnerung spielt eine zentrale Rolle für jede Kultur. Geschichten, Bilder und Erfahrungen werden weitergegeben und von jeder Generation neu gelesen und interpretiert. In der griechischen Mythologie wird die Erinnerung durch Mnemosyne verkörpert. Sie ist die Mutter der neun Musen, die unter anderem für Dichtung, Musik, Tanz, Theater, Geschichtsschreibung und Astronomie stehen. Schon darin steckt ein Gedanke, der für dieses Werk wichtig ist: Kunst entsteht immer auch aus dem, was bereits da war.
Im Zentrum sitzt Mnemosyne als zeitgenössisch interpretierte Figur. Der goldene Kelch verweist auf das Wasser der Erinnerung, das in antiken Überlieferungen Wissen und Identität vor dem Vergessen bewahren sollte. Direkt unter ihr steht das Wort „Memory“ als Tag und übersetzt ihre Bedeutung in die Sprache des Graffitis.
Im rechten Hintergrund wird das romantische Gemälde von Friedrich Nerly „Die Ruine der Burg Olevano“ von 1830 aufgegriffen. Die Ruine steht für Vergänglichkeit und für die Spuren, die vergangene Zeiten hinterlassen.
Die Geschichte beginnt bereits vor der Halle. Auf der Außenfassade treffen Fragmente historischer Architektur auf grafische Flächen und Graffiti. Im Mittelpunkt steht das große „Auge der Erinnerung“ auf der Eingangstür. Wer die Halle betritt, geht buchstäblich durch dieses Auge hindurch und gelangt anschließend zum Hauptwerk im Innenraum.
Die Fassade greift ausserdem Friedrich Nerlys Aquarell „Der Saturntempel auf dem Forum Romanum“ von 1829 auf. Auch hier wird das historische Motiv nicht originalgetreu übernommen, sondern nur zitiert und mit einer zeitgenössischen Formsprache verbunden. Im unteren Bereich steht ΜΝΗΜΟΣΥΝΗ – der griechische Name Mnemosynes und zugleich das Wort für Erinnerung beziehungsweise Gedächtnis.
So treffen im Gesamtkonzept verschiedene Zeiten und Bildsprachen aufeinander. Die Vergangenheit wird nicht einfach kopiert, sondern aufgenommen, verändert und in einen neuen Zusammenhang gebracht.
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Erinnerung – Verwandlung – Gegenwart.
Weitere Graffiti-Kunstwerke und Murals bei ACCENTFORM:
2023 - "Dschungel Mural" an der Halle 1
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Mehr Informationen2019 - "Phoenix aus der Asche" in der Halle 4
Ein beeindruckendes Wandgraffiti mit dem Titel „Phönix aus der Asche“ erzählt die bewegende Geschichte unserer Halle 4.
Im Jahr 2018 brannte unsere Halle 4 vollständig aus. Doch bereits nach nur vier Monaten konnten wir sie wieder aufbauen und die Produktion nach und nach wieder aufnehmen. Ein Jahr später waren auch die Büroräume vollständig wiederhergestellt. Als Erinnerung an diese Feuer-Katastrophe und den Neuanafang haben wir die große Wand beim Hallen-Eingang künstlerisch gestalten lassen.
Das eindrucksvolle Graffiti wurde vom Graffiti-Künstler BeNeR1 gemeinsam mit seinen beiden Kollegen Dekor und Naus umgesetzt. Das Motiv des Phönix symbolisiert dabei auf besondere Weise, wie aus den Trümmern etwas Neues entstehen und ein Unternehmen gestärkt aus einer schwierigen Zeit hervorgehen kann.
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Mehr Informationen2018 - "Wüstenfuchs" in der Halle 5
Mit diesem Fuchs fing alles an
Nachdem wir 2018 unsere neu gebaute Halle 5 für die Serienproduktion von GFK-Teilen fertiggestellt hatten, beauftragten wir zum ersten Mal „unseren“ Graffiti-Künstler BeNeR1, eine der Innenwände künstlerisch zu gestalten.
Gemeinsam mit seinem Kollegen Naus aus Südafrika entwarf er das Motiv eines Wüstenfuchses, der auf einem „ACCENTFORM“-Graffito sitzt. Das beeindruckende Gemälde wurde anschließend in nur einem Tag umgesetzt – und damit war der Anfang für unsere ganz besondere Graffiti-Geschichte gemacht.